Was die Serverantwortzeit misst

Die Serverantwortzeit, kurz TTFB, misst, wie lange der Browser auf das erste Byte einer Seite wartet. Solange nichts ankommt, kann er nichts anzeigen und nichts weiter laden.

So funktioniert es

TTFB steht für Time to First Byte: die Zeit vom Start der Anfrage bis zum ersten Byte der Antwort. Darin stecken vier Schritte:

  1. DNS: Der Name der Domain wird in eine IP-Adresse aufgelöst.
  2. Verbindung: Der Browser baut die Verbindung zum Server auf.
  3. TLS: Browser und Server handeln die Verschlüsselung aus.
  4. Warten: Der Server erzeugt die Seite und schickt den Anfang.

bytereport misst wie bei einem ersten Besuch, also mit neuer Verbindung, und zeigt die Schritte einzeln. Daran siehst du, wo die Zeit verloren geht. Bis 800 ms gilt als gut, über 1800 ms als schlecht. Das sind die Grenzwerte, die Google auf web.dev empfiehlt.

Weiterleitungen kommen obendrauf. Jede kostet eine vollständige Anfrage, bevor die eigentliche Seite überhaupt angefragt wird.

Worauf es ankommt

  • Die Wartezeit des Servers. Ist sie der größte Posten, erzeugt die Anwendung die Seite bei jedem Aufruf neu. Ein Seiten-Cache, der fertiges HTML ausliefert, ist hier der größte Hebel.
  • Langsame Datenbankabfragen und Erweiterungen. Bei einem CMS bremsen oft einzelne Plugins, die bei jedem Aufruf viel nachschlagen.
  • Die Entfernung. Steht der Server weit weg von deinen Besuchern, dauern Verbindung und TLS länger. Ein CDN (Content Delivery Network) beantwortet Anfragen von einem Standort in ihrer Nähe.
  • Höchstens eine Weiterleitung. Leite in einem Schritt auf die endgültige Adresse um, also direkt von https://example.com/ auf https://www.example.com/, nicht über eine Zwischenstation. Ab zwei Weiterleitungen meldet bytereport eine Kette.

Nicht zu verwechseln mit dem Browser-Caching: Das hilft erst beim nächsten Besuch, ein Seiten-Cache schon beim ersten.

So richtest du es ein

Seiten-Cache und Serverleistung liegen beim Hoster oder bei der Agentur, die die Seite betreut. Für ein CMS gibt es Cache-Plugins, viele Hosting-Pakete bringen einen Cache mit. Auf eigenen Servern sitzt der Cache im Webserver oder davor, etwa in nginx oder Varnish.

Weiterleitungen stellst du in der Webserver-Konfiguration, in der Verwaltung des Hosters oder im CMS ein. Miss danach mehrmals: Die Antwortzeit schwankt von Aufruf zu Aufruf.

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