Was eine XML-Sitemap macht

Eine XML-Sitemap ist ein Verzeichnis aller Seiten deiner Website für Suchmaschinen. So finden sie auch Seiten, die kaum verlinkt sind, und erfahren, wann sich etwas geändert hat.

So funktioniert es

Suchmaschinen finden Seiten vor allem über Links. Was tief in der Website steckt oder nirgends verlinkt ist, entdecken sie spät oder gar nicht. Die Sitemap nimmt ihnen das Suchen ab: eine XML-Datei, die jede Seite mit ihrer Adresse aufführt.

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
  <url>
    <loc>https://www.beispiel.de/</loc>
    <lastmod>2026-09-30</lastmod>
  </url>
  <url>
    <loc>https://www.beispiel.de/leistungen</loc>
  </url>
</urlset>

Große Websites teilen die Sitemap auf und fassen die Teile in einem Sitemap-Index (<sitemapindex>) zusammen. Eine einzelne Sitemap darf höchstens 50.000 Adressen enthalten und unkomprimiert nicht größer als 50 MB sein.

bytereport sucht die Sitemap zuerst über die Sitemap:-Zeile in der robots.txt, sonst unter /sitemap.xml. Geprüft wird, ob sie mit Status 200 antwortet, gültiges Sitemap-XML ist (urlset oder sitemapindex) und mindestens einen Eintrag nennt.

Worauf es ankommt

  • Nur echte Seiten. In die Sitemap gehören Adressen, die mit Status 200 antworten, indexiert werden dürfen und auf sich selbst als Canonical zeigen. Weiterleitungen, Fehlerseiten und noindex-Seiten verwässern sie.
  • Volle Adressen. Jede <loc> enthält die vollständige URL in der Schreibweise deiner Hauptadresse, siehe Was Host-Varianten sind.
  • Ehrliches lastmod. Google nutzt das Änderungsdatum, wenn es stimmt. Die Felder priority und changefreq ignoriert Google.
  • Aktuell halten. Eine Sitemap, die neue Seiten nicht kennt oder gelöschte noch führt, hilft wenig. Am besten erzeugt das System sie automatisch.

So richtest du es ein

Die meisten CMS erzeugen eine Sitemap selbst: WordPress liefert seit Version 5.5 eine unter /wp-sitemap.xml, SEO-Plugins ersetzen sie oft durch eine eigene. Shopsysteme und Website-Baukästen haben eine ähnliche Funktion. Nenne die Adresse danach in der robots.txt:

Sitemap: https://www.beispiel.de/sitemap.xml

Reiche sie zusätzlich in der Google Search Console und den Bing Webmaster Tools ein. Dort siehst du auch, wie viele der genannten Seiten tatsächlich im Index stehen.

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