Warum Text ohne JavaScript lesbar sein muss

Die meisten KI-Crawler lesen nur das HTML, das dein Server ausliefert, und führen kein JavaScript aus. Was erst im Browser entsteht, sehen sie nicht und können es auch nicht zitieren.

So funktioniert es

Ruft ein Browser deine Seite auf, bekommt er zuerst HTML vom Server. Danach führt er JavaScript aus, das oft weitere Inhalte nachlädt und in die Seite einsetzt. Viele moderne Websites, etwa Single-Page-Apps mit React, Vue oder Angular, liefern anfangs fast nur ein leeres Gerüst und bauen den Text erst im Browser.

Googlebot führt JavaScript aus, wenn auch mit Verzögerung. Die meisten Crawler der KI-Dienste tun das nicht: Sie lesen das ausgelieferte HTML und gehen weiter. Steht dort kein Text, ist die Seite für sie leer, egal was ein Mensch im Browser sieht.

bytereport liest die Startseite genauso: Es zählt die sichtbaren Wörter im ausgelieferten HTML, ohne Skripte und Styles.

Worauf es ankommt

  • Mindestens 150 Wörter. Ab dieser Menge sagt eine Seite verlässlich, was sie bietet. Darunter warnt bytereport.
  • Unter 30 Wörtern ist die Seite leer. Dann sehen KI-Crawler praktisch nichts; bytereport wertet das als Fehler.
  • Das Wichtigste im HTML. Wer du bist, was du anbietest, für wen und wo: Das gehört in den Text, den der Server schickt, nicht in nachgeladene Bausteine, Bilder oder Slider.
  • Text statt Bild. Text in Bildern, Videos oder Grafiken kann ein Crawler nicht lesen. Alternativtexte helfen nur wenig, sie ersetzen den Fließtext nicht.
  • Nachgeladene Bereiche prüfen. Tabs, Akkordeons und „Mehr laden“ sind unproblematisch, solange ihr Inhalt schon im HTML steht und nur ausgeblendet ist.

So richtest du es ein

Ob Text im HTML steht, siehst du selbst: Öffne im Browser die Seitenquelle (nicht die Entwicklertools) und such nach einem Satz aus deinem Inhalt. Fehlt er, wird er per JavaScript erzeugt.

Die Lösung liegt bei der Technik der Website, also bei deiner Agentur oder deinem Entwicklungsteam:

  • Server-Side Rendering (SSR): Der Server erzeugt das fertige HTML bei jedem Aufruf. Frameworks wie Next.js oder Nuxt können das.
  • Statische Generierung: Die Seiten werden beim Veröffentlichen einmal als HTML gebaut, etwa mit Astro oder Hugo.
  • Klassisches CMS: Systeme wie WordPress liefern Text ohnehin im HTML aus, solange kein Baukasten ihn erst im Browser einsetzt.

Nach der Umstellung prüft ein neuer Check, ob die Wörter im HTML ankommen.

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