So funktioniert es
Der Titel steht im Kopf der Seite im Element <title>. Auf der Seite selbst ist er nicht zu sehen, aber an drei wichtigen Stellen:
- In den Suchergebnissen als blaue, klickbare Überschrift. Er ist das stärkste Signal dafür, worum es auf der Seite geht, und entscheidet oft, ob jemand klickt.
- Im Browser-Tab und in Lesezeichen. Bei vielen offenen Tabs findet man die Seite daran wieder.
- Im Screenreader. Das ist das Erste, was ein Screenreader beim Öffnen einer Seite vorliest. Der Titel sagt, wo man ist. Die WCAG verlangen deshalb einen aussagekräftigen Titel für jede Seite (Erfolgskriterium 2.4.2).
Google übernimmt den Titel meist, ersetzt ihn aber manchmal durch eigenen Text, etwa wenn er fehlt, sehr lang ist oder nicht zum Inhalt passt.
Worauf es ankommt
- 10 bis 60 Zeichen. Kürzer sagt meist zu wenig, nur der Firmenname etwa. Längere Titel schneiden Suchmaschinen ab; Google kürzt nach der Breite in Pixeln, das entspricht etwa 60 Zeichen.
- Inhalt zuerst, dann die Marke. Was die Seite bietet, steht vorn, weil Leser vorn anfangen. Die Marke folgt nach einem Trennstrich.
- Ein Titel pro Seite. Stehen mehrere
<title>-Elemente im Code, nehmen Suchmaschinen den ersten. Meist setzen Theme und Plugin je einen. - Jede Seite ein eigener. Gleiche Titel auf vielen Seiten machen sie in den Ergebnissen und im Tab ununterscheidbar.
- Keine Aufzählung von Suchbegriffen. Ein Titel ist ein Satzteil für Menschen, keine Liste.
So richtest du es ein
Im CMS trägst du den Titel pro Seite ein, oft in einem eigenen Feld „SEO-Titel“, das ein SEO-Plugin hinzufügt. Fehlt es, nimmt das System meist den Seitennamen und hängt den Namen der Website an. Prüfe die Vorlage, wenn der Titel doppelt erscheint. Im HTML sieht ein guter Titel so aus:
<title>Was die Seite bietet – Marke</title>
Für die Startseite heißt das etwa: „Steuerberatung für Selbstständige in Köln – Kanzlei Muster“.