Wie ein rechtskonformer Cookie-Banner aussieht
Ein Cookie-Banner holt die Einwilligung ein, bevor Dienste laden, die eine brauchen. Ablehnen muss dabei so einfach sein wie Zustimmen, und nichts außer dem Notwendigen darf vorab angehakt sein.
So funktioniert es
Setzt deine Website Dienste ein, die eine Einwilligung brauchen, musst du vorher fragen. Das sind vor allem Statistik und Marketing, aber auch externe Inhalte wie Videos oder Karten, die beim Laden Daten an Dritte schicken. Der Banner ist das Werkzeug dafür, meist bereitgestellt von einem Consent-Tool (auch CMP, Consent Management Platform).
Eine wirksame Einwilligung ist nach Art. 4 Nr. 11 und Art. 7 DSGVO freiwillig, für einen bestimmten Zweck, informiert und eindeutig. Erwägungsgrund 32 der DSGVO sagt ausdrücklich, dass Stillschweigen, bereits angekreuzte Kästchen oder Untätigkeit keine Einwilligung sind.
Brauchst du keine Einwilligung, weil nichts dergleichen lädt, brauchst du auch keinen Banner. bytereport wertet einen fehlenden Banner nur dann als Fehler, wenn vor der Einwilligung etwas lädt, das eine braucht.
Worauf es ankommt
- Ablehnen auf der ersten Ebene. Ablehnen muss so einfach sein wie Zustimmen. Kann man mit einem Klick zustimmen, ist ein Button zum Ablehnen direkt daneben der sichere Weg. Liegt „Ablehnen“ erst hinter „Einstellungen“ oder fehlt ganz, ist Ablehnen schwerer als Zustimmen. bytereport sucht den Button zuerst im Banner selbst, dann in den Einstellungen.
- Gleichwertig gestaltet. „Ablehnen“ steht gleich groß und gleich gut lesbar neben „Akzeptieren“, nicht als blasser Textlink.
- Keine Vorauswahl. In den Einstellungen ist nur die Kategorie „notwendig“ fest aktiv. Statistik, Marketing und externe Medien sind aus, bis jemand sie einschaltet.
- Informiert fragen. Der Banner nennt Zwecke und Dienste in verständlichen Worten und verlinkt die Datenschutzerklärung.
- Erst fragen, dann laden. Ein Banner hilft nur, wenn die Dienste wirklich auf die Entscheidung warten (siehe vor der Einwilligung).
So richtest du es ein
Die Schaltflächen und die Vorauswahl stellst du im Consent-Tool ein, meist im Bereich für Layout oder Inhalte des Banners. Die gängigen Tools können einen Button „Alle ablehnen“ auf der ersten Ebene anzeigen und Kategorien standardmäßig ausschalten. Das erledigt, wer die Website betreut, oder deine Agentur. Prüf danach in einem privaten Fenster, wie der Banner beim ersten Besuch aussieht, am Rechner und am Handy.
Das ist keine Rechtsberatung; den Einzelfall beurteilen dein Datenschutzbeauftragter oder eine Anwältin.